Das Deutschlandradio und Deutschlandradio Kultur hatten Ende Januar zwei interessante Sendungen zum familienorientierten Strafvollzug im Programm, auf die wir an dieser Stelle gerne hinweisen möchten.

Am 24.1. berichtete Eduard Schade im Deutschlandradio über das „Reformgefängnis Engelsborg“. Das Familienhaus Engelsorg in der Nähe von Kopenhagen ist ein Lehrbeispiel dafür, wie ein funktionierendes Modell eines familiensensiblen, resozialisierenden Strafvollzugs umgesetzt werden kann. Die BAG-S hatte in der Vergangenheit bereits einige Male über das Projekt berichtet und in Kooperation mit Chance Münster und dem Landesverband des Paritätischen NRW die  Buchpublikation „Das Familienhaus Engelsborg. Verantwortung für die Kinder Inhaftierter“ ins Deutsche übersetzt und herausgegeben. 

Tags darauf sendete Deutschlandradio Kultur direkt aus der Justizvollzugsanstalt Meppen und berichtetet über das dort umgesetzte Projekt „Wartezeit“. Bei „Wartezeit“ handelt es sich um ein von der Seelsorge der Justizvollzugsanstalt Meppen initiiertes Projekt. Hier organisieren Seelsorger der JVA Fahrdienste zwischen Bahnhof und der JVA, um auch finanziell schwachen Familien Besuche beim Partner und Papa zu ermöglichen. Zudem wurden im Rahmen des Projektes die Besuchszeiten ausgedehnt und neue familienfreundliche Angebote, wie Vater-Kind-Gruppen geschaffen. Das Modell „Wartezeit“ soll nun auch auf andere Anstalten übertragen werden. Die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz berichtete, dass das Projekt mit einer halben Personalstelle zum 1. März weitergeführt und in den Regelvollzug institutionalisiert wird. Für Modelle, wie das oben beschriebene „Familienhaus Engelsborg“, fehlen allerdings – so die Justizministerin  - bislang die gesetzlichen Möglichkeiten. (siehe Osnabrücker Zeitung)

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