Was kann Kunst im Knast bewirken? Dieser Frage gingen die Studentinnen Theresa Herzog (Alanus Hochschule Alfter) und Diana Bauer (Universität zu Köln) in Kölner Gefängnis auf ganz praktische Weise nach. Drinnen trifft Draußen heisst ihr Projekt, das von der Montag-Stiftung gefördert wurde.
Ziel war es, den Angehörigen von Gefangenen mehr Wertschätzung zukommen zu lassen. Unter der Beteiligung der weiblichen Gefangenen wurden mehrere Teilprojekte umgesetzt. Mit Einmalkameras dokumentierten die Inhaftierten ihren Haftalltag. Die entstandenen Fotos wurden anschließend zu einer Collage verbunden.

Sie werden in Kürze im Wartehäuschen vor der Anstalt einen festen Platz finden. Dieses Wartehäuschen, bislang ein ausgesprochener trister, abweisender Ort bekam schon eine neue, bunt lackierte Sitzfläche. Die Umsetzung fand in der arbeitstherapeutischen Holzwerkstatt der Anstalt statt. In der Besucherschleuße wurde ein eigens für diesen Zweck gestaltetes Plakat angebracht, das auf die Beratungsangebote des SKM-Köln hinweist. Ein Langzeitbesuchsraum, der auch von Besuchskindern genutzt wird, war bisher sehr nüchtern eingerichtet. Nach der Renovierung läd er nun die Kinder zum Spielen ein. Für diesen Raum wurden in der Holzwerkstatt von den inhaftierten Frauen langlebige Holzspielsachen gefertigt. Es hatte sich nämlich gezeigt, dass die üblichen Kunststoff-Spielsachen nur eine kurze Lebensdauer hatten.
Drinnen und Draußen knüpft an das von der BAG-S initierte Projekt Bildungsräume an, mit dem 2014 und 2015 bereits ein erster Schritt zu einer familiensensibleren Gestaltung des Kölner Gefängnisses gegangen wurde.


Mehr Informationen: Alanus Hochschule

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